Dann wagen wir einmal einen Blick in die Wildbienenbeobachtungsnisthilfe!
(Schon toll, welche Wortschlangen sich mit der deutschen Sprache bilden lassen )

Wollbienerich oder Wollbienin? Auf jeden Fall treiben sie sich auch auf dem Hotspotbeet herum. Durch ihr lautes Summen und ihren hektischen Flugstil sind sie leicht zu erkennen.
Werfen wir einen Blick in die Beobachtungsnisthilfe: ganz klar zu erkennen: links die beiden Gänge sind von der Wollbiene belegt. Ich hab mit dem kleinen Finger vorsichtig draufgetupft. Das ist GANZ weich!!! Wahnsinn!!! Rechts oben ist allerdings kein Kokon drin, da hat sie aufgehört zu nisten. In der Mitte allerlei andere Bienen, man sieht schön einige Kokons und auch die Kotschnüre der Taufliege.
Als wir den Wollziest vor 7 Jahren gesetzt haben, wussten wir gar nicht, dass er wertvolles Baumaterial liefert.
Die leere Wollhülle.
Das ist so weich, unglaublich. Ich hoffe, dass wieder viele Wollbienen schlüpfen.
Blick aufs Ganze. Etliche Kokons, manche sind leer, als Eingangshalle womöglich gedacht…. und die Taufliege, ein Parasit, war hier natürlich auch zugange.
Ein Wildbienenbäuchlein voller Pflanzenhaare 🙂 Putzig!
In dieser Nisthilfe aus Buchenholz haben sie offenbar auch ihre Brutröhren angelegt.
Ein hübscher Bienenpopo ist das, nicht wahr? 🙂 Eine Wollbiene auf der Schwarznessel seht ihr hier.
Hier hat er sich angesiedelt, der Wollziest. Ist aus dem ursprünglichen Beet ausgebrochen…. Die Blüten sind ganz klein und lila. Warum er hier plötzlich weiß blüht… keine Ahnung 😉
Markierungen: Weiß: Wollbiene (Pflanzenhärchen des Wollziestes, höchstwahrscheinlich). Grün: Kokons von der Mauerbiene (höchstwahrscheinlich). Rot: kann ich nicht deuten. Orange: Kotschnüre der Taufliege. Gelb: sieht für mich aus wie Pollen.

 

Liebe Grüße sendet euch Karin!

(c) Text und Fotos: Karin Kurzmann, aufgenommen im Hortus Girasole in Niederösterreich